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Clubhaus-Terrasse in der Abenddämmerung
Golf 28. Juli 2026 4 Min. Lesezeit

Golf im Sommer: Tipps für Runden bei Hitze

Früh starten, konsequent trinken, den Ball rollen lassen: So bleibt eine Golfrunde auch bei 30 Grad ein Vergnügen statt einer Belastungsprobe.

Golf im Sommer macht am meisten Spaß, wenn du früh am Morgen oder am späten Nachmittag startest, von Beginn an regelmäßig trinkst und konsequent an den Sonnenschutz denkst. Auf den 27 Löchern des Golfclub Niep in Neukirchen-Vluyn heißt das in der Praxis: Startzeit außerhalb der Mittagshitze, eine große Flasche Wasser im Bag und eine Kopfbedeckung, die auch nach neun Löchern noch sitzt. Alles andere ist Anpassung an trockenes Geläuf – und die macht das Sommergolf sogar richtig spannend.

Die Startzeit ist die halbe Miete

Zwischen etwa 12 und 16 Uhr steht die Sonne am höchsten, und genau dann brauchst du für dieselbe Runde deutlich mehr Kraft. Wer früh startet, spielt auf taufeuchten Grüns, hat den Platz meist für sich und ist zurück, bevor es wirklich warm wird. Die zweite gute Option ist der Nachmittag: Ab dem späten Nachmittag wird das Licht weich, die Hitze lässt nach und eine Runde fühlt sich wieder nach Feierabend an statt nach Sport bei Gegenwind.

Wenn dir für 18 Löcher die Puste fehlt, ist der zusätzliche 9-Loch-Platz am Niep im Sommer Gold wert. Neun Löcher in angenehmer Temperatur sind mehr wert als achtzehn, die du ab Bahn zwölf nur noch absolvierst.

Trinken, bevor du Durst hast

Durst ist ein spätes Signal – wenn er kommt, fehlt dir schon Flüssigkeit. Nimm deshalb mehr Wasser mit, als du zu brauchen glaubst, und trink an jedem Abschlag ein paar Schlucke, statt einmal alle neun Löcher viel auf einmal. Eine gefrorene Flasche vom Vorabend taut über die Runde langsam auf und bleibt bis zum Schluss kühl. Alkohol lässt du besser bis zum 19. Loch warten: Er beschleunigt das Austrocknen genau dann, wenn du klaren Kopf und ruhige Hände brauchst.

Und iss zwischendurch etwas. Eine Banane, ein Riegel oder ein paar Nüsse nach der ersten Neun halten den Konzentrationseinbruch auf, der sonst zuverlässig um Bahn 13 herum kommt.

Sonnenschutz, der eine ganze Runde übersteht

Vier Stunden auf einem offenen Platz sind vier Stunden Sonne – ohne Schatten zum Ausweichen. Creme dich vor dem Start ein, nicht erst am ersten Tee, und nimm eine kleine Tube mit, um nach der ersten Neun nachzulegen. Nacken, Ohren und Handrücken werden am häufigsten vergessen. Cap oder breitkrempiger Hut, eine Sonnenbrille und ein leichtes, helles Langarmshirt sind auf Dauer angenehmer als jede noch so gut gemeinte Nachcreme-Aktion. Ein zweites Handtuch, nass gemacht und im Nacken getragen, kühlt erstaunlich effektiv.

Wie der Sommer dein Spiel verändert

Trockene Fairways bedeuten mehr Rollweite. Dein Drive fliegt nicht weiter, kommt aber oft deutlich weiter zum Liegen – und das kann an einem Dogleg schnell zum Problem werden. Kalkuliere den Roll ein und nimm im Zweifel den kontrollierten Schläger statt des längsten. Auf harten Grüns bleibt der Ball nicht stehen, also plane den Anspielpunkt eher an die Vorderkante. Und die Grüns laufen schneller, als du gewohnt bist: Lieber zweimal zu kurz putten als zweimal weit vorbei.

Dazu kommt der Schweiß am Griff. Ein Ersatzhandschuh im Bag und ein trockenes Handtuch sparen dir mehr Schläge, als jede Technikänderung es könnte. Wenn du deine Vorgabenschläge für den Platz vorab wissen willst, rechnet dir unser Spielvorgaben-Rechner das in Sekunden aus – dann steht die richtige Zahl schon vor dem ersten Abschlag auf der Karte.

Gewitter: kein Diskussionsthema

Am Niederrhein kippt ein schwüler Sommertag gern in ein Gewitter. Wenn es blitzt oder donnert, unterbrichst du die Runde – ohne Diskussion. Ein Golfschläger ist der schlechteste Begleiter auf einem offenen Platz, ein einzelner Baum das schlechteste Versteck. Zurück zum Clubhaus oder in den nächsten geschlossenen Unterstand, warten, und danach entspannt weiterspielen.

Häufige Fragen

Wann sollte man im Sommer Golf spielen?
Am besten früh am Morgen oder ab dem späten Nachmittag. So vermeidest du die Mittagshitze zwischen etwa 12 und 16 Uhr, spielst auf ruhigerem Platz und brauchst deutlich weniger Kraft für dieselbe Runde.

Wie viel sollte man auf einer Golfrunde trinken?
Nimm eher zu viel als zu wenig mit und trink in kleinen Mengen an jedem Abschlag, statt selten viel auf einmal. Wenn du Durst spürst, ist es bereits zu spät.

Kann man bei 30 Grad Golf spielen?
Ja, mit Vernunft. Frühe Startzeit, ausreichend Wasser, Sonnenschutz und notfalls neun statt achtzehn Löcher – dann ist eine Runde auch an heißen Tagen gut machbar.

Als Gast mit Platzreife spielst du am Niep mit einem Greenfee eine Runde, ohne Mitglied zu sein. Und falls du gerade erst anfängst: In der Golfschule lernst du die Grundlagen von Anfang an richtig – im Sommer am liebsten in der Morgensonne.

timogede Golfclub Niep