
Golfregeln für Anfänger: die wichtigsten Regeln
Die Golfregeln wirken auf den ersten Blick riesig – in der Praxis brauchst du nur eine Handvoll. Wir zeigen dir, welche das sind.
Die Golfregeln umfassen offiziell mehrere Dutzend Seiten, doch für deine ersten Runden brauchst du nur eine Handvoll davon: Du spielst den Ball, wie er liegt, du zählst jeden Schlag, und für Bälle im Aus, im Wasser oder in unspielbarer Lage gibt es feste Erleichterungen mit Strafschlag. Im Golfclub Niep am Niederrhein lernst du genau diese Basics im Platzreifekurs – der Rest kommt mit der Zeit ganz von selbst.
Grundprinzip: Spiele den Ball, wie er liegt
Alles im Golf baut auf einem einfachen Satz auf: Du spielst den Platz, wie du ihn vorfindest, und den Ball, wie er liegt. Du darfst deinen Ball also nicht besser legen, keine Äste wegbrechen, die deinen Schwung stören, und den Boden hinter dem Ball nicht plattdrücken. Lose Naturstoffe wie Blätter, Zweige oder Steine darfst du dagegen wegräumen – solange der Ball sich dabei nicht bewegt.
Die zweite Grundregel ist genauso schlicht: Jeder Schlag zählt. Auch der Luftschlag, bei dem du den Ball verfehlst, obwohl du ihn treffen wolltest. Das klingt streng, sorgt aber dafür, dass Golf über Jahrzehnte fair und vergleichbar bleibt.
Abschlag: Wo du starten darfst
Auf dem Abschlag legst du den Ball zwischen die beiden Abschlagmarkierungen, höchstens zwei Schlägerlängen dahinter – niemals davor. Nur hier darfst du den Ball auf ein Tee stellen. Welche Abschlagfarbe du nutzt, hängt von Kategorie und Vorgabe ab; im Zweifel fragst du deine Mitspieler oder das Sekretariat. Auf allen weiteren Schlägen der Bahn spielst du den Ball dort, wo er liegen geblieben ist.
Aus, Wasser und unspielbarer Ball
Diese drei Situationen erwischen jeden Anfänger, deshalb lohnt es sich, sie wirklich zu kennen:
Aus (weiße Pfähle): Der Ball ist außerhalb des Platzes. Du spielst mit einem Strafschlag noch einmal von der Stelle des letzten Schlages. Weil das viel Zeit kostet, spielst du bei zweifelhaften Bällen am besten sofort einen provisorischen Ball – das musst du vorher ansagen.
Penalty Area (rote oder gelbe Pfähle): Landet dein Ball im Wasser oder in einem markierten Gelände, darfst du mit einem Strafschlag außerhalb droppen. Bei roter Markierung geht das seitlich innerhalb von zwei Schlägerlängen, nicht näher zur Fahne.
Unspielbarer Ball: Liegt der Ball im Busch oder direkt an einer Wurzel, darfst du ihn jederzeit für unspielbar erklären. Ein Strafschlag, dann droppst du innerhalb von zwei Schlägerlängen, auf der Linie zur Fahne zurück oder spielst noch einmal von der letzten Stelle.
Auf dem Grün
Auf dem Grün darfst du deinen Ball aufnehmen, reinigen und wieder exakt an derselben Stelle einsetzen – markiere ihn vorher mit einem Pitchmark oder einer Münze. Deine Einschlaglöcher (Pitchmarks) reparierst du, alte Löcher und Spikemarks darfst du inzwischen ebenfalls ausbessern. Es gilt: Wer am weitesten von der Fahne entfernt liegt, ist als Erster dran, und niemand steht in der Puttlinie eines anderen.
Zählweise: Zählspiel und Stableford
Im Zählspiel addierst du schlicht alle Schläge einer Runde. In Clubturnieren wird häufiger nach Stableford gespielt, wo du für jedes Loch Punkte relativ zu deiner Vorgabe bekommst – das ist für Anfänger deutlich entspannter, weil ein katastrophales Loch nicht die ganze Runde ruiniert. Wie viele Vorgabenschläge dir auf welcher Bahn zustehen, rechnet dir unser Spielvorgaben-Rechner in Sekunden aus.
Regeln lernen – am besten auf dem Platz
Regeln aus einem Buch zu lernen ist zäh; auf der Runde mit jemandem, der sie kennt, gehen sie in ein, zwei Nachmittagen ins Blut über. Genau dafür ist der Platzreifekurs unserer Golfschule da. Und wenn du danach regelmäßig spielen willst, findest du die passende Variante bei den Mitgliedschaften im Golfclub Niep.
Häufige Fragen
Wie viele Golfregeln gibt es?
Offiziell 24 Regeln des R&A. Für den Alltag auf dem Platz reichen dir Abschlag, Ball spielen wie er liegt, Aus, Penalty Area, unspielbarer Ball und das Verhalten auf dem Grün.
Was passiert, wenn der Golfball ins Aus geht?
Ein Strafschlag, und du spielst noch einmal von der Stelle des letzten Schlages. Spiele bei unsicheren Bällen direkt einen provisorischen Ball, damit du nicht zurücklaufen musst.
Zählt ein Luftschlag beim Golf?
Ja. Sobald du den Ball treffen wolltest, zählt der Schlag – auch wenn du ihn komplett verfehlst. Ein reiner Probeschwung neben dem Ball zählt dagegen nicht.
Du willst die Regeln lieber in der Praxis lernen als auf Papier? Melde dich im Golfclub Niep – wir bringen dich mit den ersten Runden schnell auf den Platz.



