
Golfschläger Anfänger: welche brauchst du wirklich?
Am Anfang reichen ein halbes Set und ein Putter völlig aus. Hier erfährst du, welche Golfschläger für Anfänger sinnvoll sind – und warum du erst einmal gar keine kaufen musst.
Als Anfänger brauchst du keine 14 Golfschläger, sondern höchstens sechs: einen Putter, ein Sand- oder Pitching-Wedge, ein Eisen 7, ein Eisen 9, ein Hybrid und – wenn überhaupt – einen Driver. Damit deckst du jede Situation auf dem Platz ab und lernst schneller, weil du weniger Auswahl hast. Im Golfclub Niep am Niederrhein musst du dafür anfangs nicht einmal etwas kaufen: Für den Schnupperkurs und die ersten Stunden bekommst du die Schläger gestellt.
Das Anfänger-Set: sechs Schläger reichen
Die Regeln erlauben bis zu 14 Schläger in der Tasche. Diese Zahl ist für Spieler gedacht, die den Unterschied zwischen einem Eisen 6 und einem Eisen 7 auch tatsächlich schlagen können. Am Anfang ist das Gegenteil hilfreich: wenige Schläger, klare Entscheidungen, mehr Wiederholungen mit demselben Gerät.
Ein sinnvolles Startset sieht so aus: Der Putter ist der wichtigste Schläger überhaupt – rund 40 Prozent aller Schläge einer Runde werden auf dem Grün gespielt. Das Pitching-Wedge übernimmt alles rund ums Grün und kurze Annäherungen. Eisen 9 und Eisen 7 sind deine Arbeitspferde für mittlere Distanzen und zugleich die besten Trainingsschläger. Ein Hybrid (auch Rescue genannt) ersetzt die schwer zu treffenden langen Eisen und ist deutlich gutmütiger. Der Driver darf warten: Er ist der längste und am schwersten zu kontrollierende Schläger im Bag, und die ersten Erfolgserlebnisse holst du dir woanders.
Erst leihen, dann kaufen
Der häufigste Anfängerfehler ist ein komplettes Set, das im Internet bestellt wird, bevor der erste Ball überhaupt getroffen wurde. Danach steht es oft jahrelang im Keller – oder es passt schlicht nicht zum Schwung, der sich in den ersten Monaten ohnehin stark verändert.
Der bessere Weg: Nimm eine Trainerstunde oder einen Schnupperkurs mit Leihschlägern, spiel ein paar Wochen damit und kauf erst dann. Zu diesem Zeitpunkt weißt du, wie schnell du schwingst, wie hoch dein Ball fliegt und was dir liegt. Die Pros unserer Golfschule sagen dir ehrlich, wann der Moment gekommen ist – und worauf du dann achten solltest.
Worauf es beim Kauf wirklich ankommt
Drei Dinge entscheiden mehr über deine Schläge als die Marke auf der Sohle:
Die Länge. Ein zu langer Schläger zwingt dich in eine aufrechte Haltung und produziert Fehlschläge. Standardlängen passen den meisten, aber bei sehr großen oder sehr kleinen Spielerinnen und Spielern lohnt sich eine Anpassung.
Der Schaft. Er ist der Motor des Schlägers. Wer langsam schwingt, braucht einen weicheren Schaft (Regular oder Ladies), sonst bleibt der Ball flach und kurz. Ein zu harter Schaft ist der klassische Grund dafür, dass ein teures Set nicht funktioniert.
Die Bauart. Gegossene Eisen mit breiter Sohle und tief liegendem Schwerpunkt („game improvement“) verzeihen Treffer außerhalb der Mitte deutlich mehr als schmale, geschmiedete Blades. Für Anfänger ist das keine Frage des Geschmacks, sondern des Spaßes.
Gebrauchte Schläger sind völlig in Ordnung – Eisen halten problemlos viele Jahre. Achte nur darauf, dass die Griffe nicht hart und glasig sind; neue Griffe sind eine kleine Investition mit großer Wirkung.
Und der Rest der Ausrüstung?
Neben den Schlägern brauchst du wenig: ein paar Bälle (am Anfang gern günstige, sie verschwinden schneller als gedacht), Tees, einen Handschuh für die führende Hand, eine Pitchgabel und Schuhe mit gutem Halt. Golfschuhe sind kein Muss für die erste Stunde, aber sobald du regelmäßig auf den Platz gehst, merkst du den Unterschied bei nassem Gras sofort.
Häufige Fragen
Welche Golfschläger braucht ein Anfänger?
Putter, Pitching-Wedge, Eisen 9, Eisen 7 und ein Hybrid decken alles ab. Der Driver kann später dazukommen. Sechs Schläger sind für den Einstieg besser als ein volles Set mit 14.
Wie viele Schläger darf man beim Golf dabeihaben?
Maximal 14 Schläger erlaubt das Regelwerk. Ein Minimum gibt es nicht – du darfst auch mit drei Schlägern spielen.
Soll ich als Anfänger gebrauchte Golfschläger kaufen?
Ja, das ist sinnvoll. Eisen verlieren kaum an Leistung, und du sparst deutlich. Wichtig sind nur passende Schaftflexibilität, passende Länge und Griffe in gutem Zustand.
Brauche ich als Anfänger einen Driver?
Nein. Der Driver ist der schwierigste Schläger im Bag. Vom Abschlag kommst du mit einem Hybrid oder Eisen 7 anfangs zuverlässiger ins Spiel.
Am einfachsten findest du es heraus, indem du es ausprobierst: Bei uns im Golfclub Niep bekommst du Leihschläger und eine ehrliche Einschätzung dazu, was zu dir passt. Wenn du danach regelmäßig spielen willst, findest du deine Variante bei den Mitgliedschaften – und wie viele Vorgabenschläge dir auf unserem Platz zustehen, rechnet dir der Spielvorgaben-Rechner in Sekunden aus.



