Parchitio. Ga. Neque expeliti con nihitin rataera suntin cum expligendi ut eliti similla borpore sequam quodia ea quam, cum quos ea.

Bunker auf dem Golfplatz Niep
Golf 30. Oktober 2026 4 Min. Lesezeit

Ballflug Golf: die neun Flugkurven einfach erklärt

Warum startet dein Ball rechts und dreht dann nach links? Wer die neun Ballflüge kennt, liest aus jedem Schlag ab, was im Treffmoment passiert ist.

Den Ballflug beim Golf bestimmen im Kern zwei Dinge: Die Schlagfläche im Treffmoment legt überwiegend fest, in welche Richtung der Ball startet, und der Unterschied zwischen Schlagfläche und Schwungbahn entscheidet, ob und wie stark er danach kurvt. Aus drei möglichen Startrichtungen und drei möglichen Kurven ergeben sich die neun Ballflüge, die jeder Golfer früher oder später erlebt. Wer sie lesen kann, versteht nach jedem Schlag auf der Range am Golfclub Niep, wo er ansetzen muss.

Schlagfläche und Schwungbahn: die zwei Hauptdarsteller

Die Schwungbahn ist die Richtung, in die sich der Schlägerkopf im Moment des Treffens bewegt – von innen nach außen, gerade entlang der Ziellinie oder von außen nach innen. Die Schlagfläche ist die Richtung, in die die Fläche in diesem Augenblick zeigt: offen (nach rechts), square (zum Ziel) oder geschlossen (nach links). Alles hier gilt für Rechtshänder; als Linkshänder drehst du die Seiten einfach um.

Lange hat man im Golfunterricht gelehrt, die Bahn bestimme die Startrichtung und die Fläche die Kurve. Moderne Messgeräte haben das umgedreht: Der Ball startet überwiegend dorthin, wohin die Fläche zeigt, und die Bahn sorgt im Verhältnis zur Fläche für den Drall. Zeigt die Fläche weiter rechts als die Bahn, dreht der Ball nach rechts. Zeigt sie weiter links, dreht er nach links. Sind beide identisch, fliegt er gerade.

Die neun Ballflüge im Überblick

Sortiert man die Flugkurven nach Startrichtung, entsteht ein einfaches Raster. Startet der Ball links vom Ziel, spricht man von einem Pull: Fliegt er gerade weiter, ist es ein gerader Pull, dreht er zusätzlich nach links, ein Pull-Hook, und dreht er zurück nach rechts, ein Pull-Fade oder bei starker Kurve ein Pull-Slice. Startet der Ball gerade aufs Ziel, bleibt er im Idealfall gerade, oder er biegt als Draw beziehungsweise Hook nach links, als Fade beziehungsweise Slice nach rechts ab. Startet er rechts vom Ziel, ist es ein Push – gerade, als Push-Slice weiter nach rechts oder als Push-Draw zurück zur Mitte.

Draw und Fade sind dabei keine Fehler, sondern gewollte, leichte Kurven, mit denen gute Spieler gezielt um Hindernisse herum oder an eine Fahne heranspielen. Zum Problem wird es erst, wenn die Kurve so groß wird, dass sie das Ziel deutlich verfehlt – dann heißt sie Hook oder Slice.

So liest du deinen eigenen Ballflug

Beobachte bei jedem Schlag zuerst die ersten Meter: Wohin startet der Ball? Das verrät dir die Stellung der Schlagfläche. Erst dann schaust du auf die Kurve, denn sie zeigt dir, wie die Bahn zur Fläche stand. Ein klassisches Beispiel ist der Slice, der links startet und nach rechts abdreht: Die Fläche zeigt leicht links, die Bahn aber noch weiter links, also von außen nach innen. Wer hier nur die Fläche weiter öffnet, um den Ball nach links zu zielen, macht das Problem schlimmer. Wie du das konkret löst, steht in unserem Beitrag Slice abgewöhnen, das Gegenstück findest du unter Hook abgewöhnen.

Eine einfache Übung dazu: Leg auf der Range zwei Schläger als Schiene auf den Boden, einen entlang der Ziellinie, einen entlang deiner Fußlinie. Schlag zehn Bälle mit einem mittleren Eisen und notiere für jeden Ball Startrichtung und Kurve. Nach zehn Schlägen erkennst du fast immer ein Muster – und damit die eine Stellschraube, an der du zuerst drehen solltest.

Was den Ballflug noch beeinflusst

Neben Fläche und Bahn spielen der Treffpunkt auf der Schlagfläche, der Wind und der Schläger selbst mit. Ein Treffer an der Spitze eines Drivers lässt den Ball eher nach links drehen, ein Treffer an der Ferse eher nach rechts. Mit langen Schlägern wie Driver und Holz fallen Kurven deutlich stärker aus als mit kurzen Eisen, weil weniger Loft den Seitendrall kaum bremst. Darum kann ein Spieler mit dem Wedge fast gerade schlagen und mit dem Driver trotzdem slicen. Am Niederrhein kommt oft der Wind dazu, der jede Kurve noch verstärkt.

Wenn du den Ballflug zwar beschreiben, aber nicht steuern kannst, lohnt sich ein Blick von außen. In der Golfschule am Niep erkennt ein Trainer an wenigen Schlägen, ob deine Fläche oder deine Bahn die Kurve verursacht, und gibt dir eine Übung mit, die genau dort ansetzt.

Häufige Fragen

Was bestimmt die Startrichtung beim Golf?
Überwiegend die Stellung der Schlagfläche im Treffmoment. Die Schwungbahn hat einen kleineren Anteil; sie wirkt sich vor allem auf die Kurve aus, die der Ball danach fliegt.

Was ist der Unterschied zwischen Draw und Hook?
Beide drehen beim Rechtshänder von rechts nach links. Der Draw ist eine leichte, kontrollierte Kurve, die am Ziel landet; der Hook ist dieselbe Bewegung, aber so stark, dass der Ball links am Ziel vorbeifliegt.

Warum slice ich nur mit dem Driver?
Weil der Driver wenig Loft hat und der Seitendrall dadurch stärker wirkt als bei kurzen Eisen. Dieselbe Abweichung zwischen Fläche und Bahn, die mit dem Wedge kaum auffällt, erzeugt mit dem Driver eine deutliche Kurve.

Am besten probierst du das Raster direkt aus: Auf der Range am Golfclub Niep kannst du in Ruhe zehn Bälle beobachten und dein Muster finden. Als Gast findest du alle Infos unter Gäste & Greenfee.

timogede Golfclub Niep