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Bunker auf dem Golfplatz Niep
Golf 30. September 2026 5 Min. Lesezeit

Hook abgewöhnen: Ursachen und was wirklich hilft

Dein Ball dreht scharf nach links? So findest du die Ursache für deinen Hook und bekommst die Kurve mit drei einfachen Übungen wieder in den Griff.

Einen Hook gewöhnst du dir ab, indem du herausfindest, warum die Schlagfläche im Treffmoment zu früh schließt – meist ist es ein zu starker Griff, ein Schwungweg, der zu weit von innen kommt, oder Hände, die den Schläger aktiv überdrehen. Die gute Nachricht: Wer hookt, bringt schon Geschwindigkeit und eine schließende Fläche mit, und das ist die bessere Ausgangslage als beim Slice. Auf der Range am Golfclub Niep lässt sich die Kurve mit wenigen, klaren Änderungen wieder zähmen.

Was beim Hook passiert

Die Startrichtung des Balls bestimmt überwiegend die Schlagfläche, die Kurve entsteht aus dem Unterschied zwischen Fläche und Schwungweg. Beim Hook zeigt die Fläche im Treffmoment weiter nach links als der Weg, auf dem der Schläger läuft. Der Ball bekommt dadurch einen Drall nach links, fliegt oft flacher als gewollt und rollt nach der Landung weit – im Zweifel ins Rough oder Aus auf der linken Seite.

Man unterscheidet zwei Muster. Der Push-Hook startet rechts vom Ziel und dreht dann über die Mitte hinaus nach links: Hier läuft der Schwungweg stark von innen, und die Fläche schließt zu diesem Weg. Der Pull-Hook startet schon links und biegt weiter weg: Die Fläche ist bereits beim Start deutlich geschlossen. Welches Muster du spielst, verrät dir, wo du ansetzen musst.

Ursache Nummer eins: der Griff

Ein Hook ist oft das Ergebnis einer Slice-Korrektur, die übers Ziel hinausgeschossen ist. Wer irgendwann gelernt hat, den Griff „stärker“ zu machen, sieht an der linken Hand plötzlich drei oder vier Knöchel – und die Fläche schließt dann fast von allein, auch ohne dass du etwas dafür tust. Prüf das vor dem Spiegel: Zwei, höchstens zweieinhalb sichtbare Knöchel sind für die meisten ein guter Mittelweg. Das „V“ zwischen Daumen und Zeigefinger der rechten Hand sollte nicht weit hinter die rechte Schulter zeigen.

Auch der Griffdruck spielt mit. Wer den Schläger krampfhaft festhält, spannt die Unterarme an und rollt sie im Treffmoment ruckartig über. Halte den Griff so, dass du ihn gerade noch sicher kontrollierst – auf einer Skala von eins bis zehn etwa bei vier.

Ursache Nummer zwei: zu viel von innen

Ein Schwungweg von innen nach außen ist grundsätzlich gewollt, wird aber zum Problem, wenn er übertrieben ist. Häufig bleibt der Körper im Abschwung stehen: Die Hüfte hört auf zu drehen, die Arme überholen den Rumpf, und die Hände müssen die Fläche aktiv zuklappen, damit der Ball überhaupt getroffen wird. Das Ergebnis ist ein Timing-Schlag, der mal gerade und mal scharf nach links geht.

Die Gegenmaßnahme heißt Drehung bis zum Schluss. Achte darauf, dass dein Gürtel im Finish zum Ziel zeigt und dein Gewicht vollständig auf dem linken Fuß steht. Wenn der Körper weiterdreht, müssen die Hände nicht mehr retten. Prüfe außerdem den Ballstand: Liegt der Ball zu weit hinten im Stand, triffst du ihn früher im Bogen, also noch von innen – ein bis zwei Ballbreiten weiter vorne entschärfen das spürbar.

Drei Übungen für die Range

Bei der Tee-Gasse steckst du ein Tee etwa eine Handbreit hinter dem Ball leicht innerhalb der Ziellinie und ein zweites vor dem Ball leicht außerhalb. Kommst du zu steil von innen, triffst du das hintere. So spürst du, wie ein neutraler Weg aussieht, ohne ins andere Extrem zu kippen.

Die Halte-das-Finish-Übung ist simpel: Schlag zwanzig Bälle mit Dreiviertel-Schwung und bleib nach jedem Schlag drei Sekunden in der Endposition stehen, Brust zum Ziel, rechte Ferse angehoben. Wer so endet, hat den Körper durchgedreht statt mit den Händen zu kippen.

Beim Fade auf Ansage versuchst du bewusst, den Ball leicht nach rechts drehen zu lassen – mit einem Hauch offener Fläche und dem Gefühl, dass die Schlagfläche nach dem Treffmoment länger zum Himmel zeigt. Wer beide Kurven erzeugen kann, beherrscht seine Fläche, und der gerade Ball liegt dazwischen. Das Gegenstück dazu findest du in unserem Beitrag Slice abgewöhnen.

Wann ein Blick von außen hilft

Gerade beim Hook sind die Ursachen eng miteinander verknüpft: Ein starker Griff kann einen Weg von innen verstärken, der wiederum durch einen falschen Ballstand entsteht. Welche Schraube bei dir die entscheidende ist, sieht ein Trainer meist nach wenigen Bällen. Eine einzelne Stunde in der Golfschule am Niep spart dir oft Wochen an Rätselraten. Auch die Ausrüstung kann mitspielen: Ein zu weicher Schaft oder zu viel Loft am Driver fördert eine schließende Fläche – das lässt sich beim Fitting schnell klären.

Häufige Fragen

Warum hooke ich den Ball beim Golf?
Weil die Schlagfläche im Treffmoment weiter nach links zeigt als dein Schwungweg. Die häufigsten Auslöser sind ein zu starker Griff, ein Körper, der im Abschwung stehen bleibt, und ein Ball, der zu weit hinten im Stand liegt.

Was ist der Unterschied zwischen Hook und Draw?
Beide drehen von rechts nach links. Ein Draw ist eine kontrollierte, leichte Kurve, die am Ziel landet – ein Hook ist dieselbe Bewegung zu stark und verfehlt das Ziel deutlich nach links.

Hilft ein schwächerer Griff gegen den Hook?
Oft ja, aber nur in kleinen Schritten. Dreh die Hände so weit zurück, dass du an der linken Hand etwa zwei Knöchel siehst, und kombiniere das mit einer vollständigen Körperdrehung ins Finish.

Am besten probierst du die Übungen direkt aus: Die Range am Golfclub Niep ist dafür der ideale Ort. Wenn du als Gast kommen möchtest, findest du alles unter Gäste & Greenfee, und wer schon in einem anderen Club spielt, sollte sich unsere Clubwechsel-Aktion ansehen.

timogede Golfclub Niep