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Golfer am Grün im Golfclub Niep
Golf 17. Oktober 2026 4 Min. Lesezeit

Golf Training zuhause: so bleibst du im Winter in Form

Die Winterpause ist kein verlorenes Golfjahr: Mit Putten im Flur, ein paar Minuten Mobility und langsamen Schwungübungen bleibst du zuhause in Form – und startest im Frühjahr ohne Rost.

Golf Training zuhause funktioniert im Winter besser, als viele denken: Putten auf dem Teppich, zehn Minuten Mobility für Hüfte und Brustwirbelsäule und langsame Schwungübungen vor dem Spiegel halten Gefühl und Beweglichkeit über die kalten Monate. Du brauchst dafür keinen Simulator, sondern nur ein bisschen Platz und Regelmäßigkeit. Wer so trainiert, startet im Frühjahr am Golfclub Niep ohne den typischen Rost in die Saison – und nutzt zwischendurch jeden spielbaren Wintertag für eine Runde.

Warum sich Training im Wohnzimmer lohnt

Die meisten Golferinnen und Golfer verlieren im Winter nicht ihre Technik, sondern ihre Beweglichkeit und ihr Gefühl für Distanzen. Wer drei Monate keinen Schläger in der Hand hatte, dreht im ersten Schwung des Frühjahrs weniger, greift fester zu und wundert sich über dünne Treffer. Das Gute: Genau diese beiden Dinge lassen sich zuhause erstaunlich gut erhalten. Kurze, häufige Einheiten bringen dabei mehr als eine lange Session am Sonntag. Zehn bis fünfzehn Minuten an mehreren Abenden pro Woche reichen völlig.

Putten: dein bester Trainingsplatz ist der Flur

Ein Teppich oder ein glatter Laminatboden ist kein Grün, aber für die Startrichtung des Balls reicht er völlig – und die ist beim Putten die halbe Miete. Lege zwei Bücher etwas mehr als eine Putterkopfbreite auseinander und putte durch dieses Tor, ohne sie zu berühren. Das trainiert einen geraden Treffmoment. Als Ziel genügt ein Glas, das du auf die Seite legst, oder eine Münze auf dem Boden.

Eine zweite Übung für die Distanzkontrolle: Putte drei Bälle hintereinander und versuche, jeden ein Stück weiter als den vorherigen liegen zu lassen, ohne die Wand zu berühren. So lernst du, die Länge über die Ausholbewegung zu steuern statt über einen Ruck. Mehr zur Technik auf dem echten Grün findest du in unserem Beitrag Putten lernen.

Mobility: zehn Minuten für einen freieren Schwung

Für den Golfschwung zählen vor allem Hüfte, Brustwirbelsäule und Schultern. Drei Übungen decken das ab. Erstens: die offene Buchseite. Du liegst auf der Seite, die Knie angewinkelt, die Arme vor dir ausgestreckt, und öffnest den oberen Arm langsam bis zur anderen Seite – der Blick folgt der Hand. Zweitens: Rotation im Kniestand. Hände an die Brust, Oberkörper langsam nach links und rechts drehen, das Becken bleibt ruhig. Drittens: Hüftbeuger-Dehnung im Ausfallschritt, damit du im Durchschwung aufrecht ins Finish kommst.

Wichtig ist, dass du die Bewegungen langsam und kontrolliert ausführst und nie in den Schmerz gehst. Wer tiefer einsteigen will, findet einen kompletten Überblick in unserem Artikel zu Golf Fitness.

Schwungübungen ohne Ball

Ein ganzer Schwung im Wohnzimmer ist selten eine gute Idee – Deckenlampen sind erstaunlich nah. Aber Teilschwünge in Zeitlupe sind Gold wert. Stell dich mit einem kurzen Eisen oder einem umgedrehten Schläger vor einen Spiegel oder ein dunkles Fenster und schwinge bis Hüfthöhe zurück und wieder durch. Achte dabei auf drei Dinge: Ist dein Griff unverändert? Bleibt der Kopf ruhig? Endest du mit dem Gewicht auf dem vorderen Fuß?

Genauso nützlich ist reines Griff- und Ansprechtraining. Nimm den Schläger beim Fernsehen in die Hand, setze den Griff neu an, lass ihn los, wiederhole. Nach einigen Wochen sitzt er automatisch richtig, und du musst auf dem Platz nicht mehr darüber nachdenken. Hast du das Gefühl, dass sich ein Fehler eingeschlichen hat, lohnt sich eine Stunde bei unseren Pros in der Golfschule – der Winter ist dafür die ideale Zeit, weil du Änderungen ohne Turnierdruck einschleifen kannst.

Ein einfacher Wochenplan

Damit aus guten Vorsätzen echte Routine wird, hilft eine feste Struktur. An zwei Abenden puttest du jeweils eine Viertelstunde durch das Bücher-Tor und auf Distanz. An zwei weiteren Abenden machst du die drei Mobility-Übungen, gern direkt nach dem Aufstehen oder vor dem Schlafengehen. Am Wochenende kommen ein paar Minuten Zeitlupenschwünge vor dem Spiegel dazu – und wenn das Wetter mitspielt, eine Runde auf dem Platz. Wie das Spiel im Winter am Niederrhein aussieht, liest du in unserem Beitrag zum Wintergolf.

Häufige Fragen

Kann man Golf zuhause trainieren?
Ja. Putten, Griff, Ansprechhaltung, Teilschwünge in Zeitlupe und Beweglichkeit lassen sich gut zuhause trainieren. Für volle Schwünge mit Ball brauchst du dagegen eine Range oder ein Netz mit ausreichend Platz.

Wie oft sollte man im Winter Golf trainieren?
Lieber kurz und oft: Mehrere Einheiten von zehn bis fünfzehn Minuten pro Woche erhalten Gefühl und Beweglichkeit besser als eine lange Einheit am Wochenende.

Was bringt eine Puttingmatte?
Eine Puttingmatte hilft vor allem bei der Startrichtung und einem gleichmäßigen Treffmoment. Ein Teppich mit zwei Büchern als Tor erfüllt für den Anfang aber denselben Zweck.

Probier es diese Woche einfach aus – und wenn du Lust auf echte Bälle bekommst, erfährst du im Sekretariat, wann Range und Platz in Niep gerade geöffnet sind.

timogede Golfclub Niep