Parchitio. Ga. Neque expeliti con nihitin rataera suntin cum expligendi ut eliti similla borpore sequam quodia ea quam, cum quos ea.

Grün mit Bunker und Baum im Golfclub Niep
Golf 21. Oktober 2026 4 Min. Lesezeit

Chippen oder Putten: Was spart vom Vorgrün mehr?

Dein Ball liegt knapp neben dem Grün und du überlegst: Putter oder Wedge? Hier erfährst du, welcher Schlag dir im Schnitt mehr Schläge spart – und wann du doch lieber chippst.

Liegt dein Ball auf kurz gemähtem Vorgrün, ist Putten fast immer die bessere Wahl: Ein schlechter Putt endet meist trotzdem in Lochnähe, ein schlechter Chip dagegen oft weit daneben. Chippen lohnt sich erst, wenn zwischen Ball und Grün längeres Gras, ein Hügel, nasser Boden oder ein großes Stück Fransen liegt, das den Ball unberechenbar bremst. Im Golfclub Niep geben unsere Trainer Einsteigern deshalb eine einfache Faustregel mit: Putte, wann immer du kannst – chippe, wenn du musst.

Warum der Putter vom Vorgrün so oft gewinnt

Der entscheidende Gedanke ist nicht, wie gut dein bester Schlag ist, sondern wie harmlos dein schlechtester bleibt. Beim Putten gibt es kaum einen echten Fehlschlag: Triffst du den Ball etwas dünn oder ungenau, rollt er vielleicht zwei Meter zu kurz oder zu weit. Beim Chip dagegen reichen wenige Millimeter, und aus dem gewünschten sanften Schlag wird ein getoppter Ball über das Grün oder ein fetter Schlag, der nach einem halben Meter liegen bleibt. Genau diese Ausreißer kosten auf der Scorekarte am meisten.

Dazu kommt das Rollverhalten. Ein Putt läuft vom ersten Zentimeter an flach über den Boden, du musst also nur Richtung und Tempo einschätzen. Beim Chip kommt die Frage hinzu, wo der Ball landet und wie stark er danach bremst. Eine Variable mehr bedeutet ein Fehlerrisiko mehr – gerade für Spielerinnen und Spieler, die das kurze Spiel nicht täglich üben.

Drei Prüffragen, bevor du den Schläger wählst

Wie sieht der Boden zwischen Ball und Grün aus? Ist das Vorgrün kurz, eben und trocken, nimm den Putter. Liegt dazwischen Semi-Rough, eine Kante oder ein Wasserloch im Rasen, kann der Ball abspringen oder stecken bleiben – dann ist Chippen sicherer.

Wie liegt der Ball selbst? Sitzt er sauber oben auf dem Gras, kannst du ihn problemlos putten. Liegt er eingebettet oder hinter einem Grasbüschel, wird der Putter abgebremst, und der Chip mit einem steileren Treffmoment ist die bessere Lösung.

Wie weit ist die Fahne entfernt? Je mehr Grün zwischen Vorgrünkante und Loch liegt, desto stärker spricht alles für einen rollenden Schlag. Steht die Fahne dagegen direkt hinter der Kante und du musst erst über einen Hügel, hilft ein kurzer Chip, der den Ball sanft auf dem Grün ablegt.

Der Mittelweg: Bump and Run

Zwischen klassischem Putt und hohem Chip liegt der flache Roll-Chip, auf Englisch Bump and Run. Du nimmst ein Eisen 7 oder 8, greifst etwas kürzer und schwingst mit einer Puttbewegung. Der Ball fliegt nur kurz über das hohe Gras und rollt dann wie ein Putt zum Loch. Diese Variante ist besonders dann Gold wert, wenn ein Streifen Rough das Putten unsicher macht, du aber keinen hohen Schlag riskieren möchtest. Wie du die Technik sauber aufbaust, liest du in unserem Beitrag Chippen lernen.

Der Herbst-Faktor am Niederrhein

Gerade jetzt im Herbst verändert sich die Entscheidung. Nasses Vorgrün, Laub und morgendlicher Tau bremsen den Putt stärker, als man denkt. Rollt dein Testputt auf feuchtem Gras schon nach wenigen Metern aus, plane deutlich mehr Tempo ein oder wechsle zum flachen Roll-Chip. Umgekehrt landen hohe Chips auf weichen Grüns fast ohne Rollweg – das kann helfen, wenn die Fahne kurz hinter der Kante steckt. Wenn du dir an einem Tag unsicher bist, mach auf dem Übungsgrün zwei, drei Vergleichsschläge mit beiden Varianten. Das kostet eine Minute und spart dir auf der Runde oft mehrere Schläge.

So trainierst du die Entscheidung

Lege dir am Übungsgrün fünf Bälle an verschiedene Stellen rund ums Grün und spiele jeden Ball einmal mit dem Putter und einmal als Chip. Notiere, welche Variante näher am Loch landet. Nach zwei, drei Trainingseinheiten kennst du deine persönliche Grenze und musst auf dem Platz nicht mehr lange überlegen. Wer dabei Feedback möchte, bekommt in unserer Golfschule eine Stunde zum kurzen Spiel – und für das Tempo auf dem Grün helfen dir die Übungen aus Putten lernen.

Häufige Fragen

Darf man vom Vorgrün putten?
Ja. Die Golfregeln schreiben dir an keiner Stelle vor, welchen Schläger du wählst. Du darfst überall auf dem Platz putten, auch vom Vorgrün, Fairway oder aus dem flachen Rough.

Ab wie viel Metern sollte man chippen statt putten?
Eine feste Meterzahl gibt es nicht. Entscheidend ist der Untergrund: Ist der Weg zum Grün kurz gemäht und eben, putte auch aus mehreren Metern. Liegt dichtes Gras oder eine Kante dazwischen, chippe schon aus kurzer Distanz.

Ist Putten vom Vorgrün etwas für Anfänger?
Gerade für Anfänger ist es ideal, weil ein missglückter Putt viel weniger kostet als ein missglückter Chip. Mit wachsender Sicherheit kommen Chip und Roll-Chip als Optionen dazu.

Probier es bei deiner nächsten Runde in Niep einfach aus – du wirst überrascht sein, wie viele Schläge der Putter rund ums Grün rettet.

timogede Golfclub Niep