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Drohnenaufnahme des Golfplatzes Niep
Golf 14. Oktober 2026 4 Min. Lesezeit

Bunker Regeln Golf: was im Sand erlaubt ist

Steine wegnehmen ja, Sand berühren nein? Hier erfährst du, was im Bunker seit der Regelreform erlaubt ist, wo die Strafe lauert und welche Erleichterung du im Sand bekommst.

Im Bunker darfst du seit 2019 lose hinderliche Naturstoffe wie Laub und Steine entfernen und deine Füße zum Stand in den Sand eindrehen. Verboten bleibt, den Sand unmittelbar vor oder hinter dem Ball, beim Probeschwung oder beim Rückschwung mit dem Schläger zu berühren – das kostet im Zählspiel zwei Strafschläge. Diese Regeln gelten auf jedem Bunker, auch auf den Sandhindernissen am Golfclub Niep.

Was im Bunker erlaubt ist

Die Golfregeln behandeln den Bunker als besonderen Bereich (Regel 12), weil er dein Können aus dem Sand prüfen soll. Seit der großen Regelreform ist er aber deutlich weniger tückisch als früher. Du darfst lose hinderliche Naturstoffe entfernen, also Laub, Zweige, Steinchen oder Tannenzapfen, die bei deinem Ball liegen. Bewegt sich dabei allerdings dein Ball, kostet das einen Strafschlag und du legst ihn zurück. Bewegliche Hemmnisse wie eine Harke oder eine liegengebliebene Flasche darfst du ohnehin straflos wegnehmen.

Auch beim Stand bist du frei: Du darfst deine Füße fest in den Sand eindrehen, damit du sicher stehst. Erlaubt ist außerdem, den Sand zu berühren, wenn du dich auf einen Schläger stützt, um nicht zu stürzen, wenn du deine Schläger oder dein Bag im Bunker ablegst oder wenn du nach dem Schlag den Sand glättest, um den Platz zu pflegen. Wichtig ist nur, dass du dabei nicht die Bedingungen für deinen nächsten Schlag verbesserst.

Was zwei Strafschläge kostet

Der Kern der Bunkerregel ist schnell erklärt: Du darfst den Sand nicht absichtlich testen, und du darfst ihn nicht mit dem Schläger in der Nähe deines Balls berühren. Konkret verboten sind drei Dinge. Erstens, den Schläger beim Ansprechen direkt vor oder hinter dem Ball aufzusetzen – das klassische Aufsetzen, das auf dem Fairway selbstverständlich ist. Zweitens ein Probeschwung, bei dem der Schläger den Sand streift. Drittens, beim Rückschwung Sand zu berühren, bevor du den Ball spielst.

Ebenso tabu ist, mit Hand, Schläger oder Harke die Beschaffenheit des Sands zu prüfen, um herauszufinden, wie fest oder locker er ist. Für jeden dieser Verstöße gibt es die Grundstrafe: zwei Strafschläge im Zählspiel, Lochverlust im Lochspiel. Viele Einsteiger machen ihren Probeschwung deshalb neben dem Bunker im Rasen. Wie du den Schlag selbst sicher aus dem Sand bekommst, liest du im Beitrag Bunkerschlag lernen.

Ball eingegraben oder unspielbar

Liegt dein Ball tief eingegraben im Sand, gibt es dafür keine straflose Erleichterung – die Regel zum eingebetteten Ball gilt nur im Gelände, nicht im Bunker. Ist dein Ball komplett vom Sand bedeckt, darfst du so viel Sand vorsichtig wegnehmen, dass du einen Teil des Balls siehst. Danach musst du die Lage wiederherstellen, sodass nur noch ein Stück des Balls sichtbar bleibt.

Hältst du den Ball für unspielbar, hast du vier Optionen. Für einen Strafschlag kannst du zurück an die Stelle des letzten Schlags, zurück auf der Linie zur Fahne droppen oder seitlich innerhalb von zwei Schlägerlängen droppen – bei den beiden letzten Varianten aber nur im Bunker. Willst du den Sand ganz verlassen, droppst du für insgesamt zwei Strafschläge auf der Linie zwischen Fahne und Ballposition hinter dem Bunker. Die Grundlagen dazu findest du im Beitrag Ball unspielbar.

Wasser im Bunker

Nach einem kräftigen Regenschauer steht in manchen Bunkern Wasser. Das ist zeitweiliges Wasser, also ein ungewöhnlicher Platzzustand, und dafür bekommst du Erleichterung. Straflos droppst du im selben Bunker am nächstgelegenen Punkt, an dem dich das Wasser nicht mehr behindert. Ist der ganze Bunker geflutet, nimmst du die bestmögliche Erleichterung im Bunker – oder du gehst für einen Strafschlag auf der Linie zur Fahne hinter den Bunker. Mehr zu straffreien Fällen erklären wir im Beitrag Boden in Ausbesserung.

Harken nicht vergessen

Zur Etikette gehört, dass du den Bunker nach deinem Schlag ordentlich verlässt: Fußspuren und Schlagloch glatt harken, am besten auf dem Weg nach draußen rückwärts. Wo die Harke anschließend liegen soll, regeln Clubs unterschiedlich. Im Zweifel helfen ein Blick in die Platzregeln oder eine kurze Frage im Sekretariat. Und wenn du Regeln und Technik einmal mit einem Pro direkt im Sand durchgehen willst, ist die Golfschule am Niep der richtige Ort.

Häufige Fragen

Darf man im Bunker den Schläger aufsetzen?
Nein. Wer den Schläger direkt vor oder hinter dem Ball in den Sand setzt, erhält im Zählspiel zwei Strafschläge, im Lochspiel verliert er das Loch.

Darf man im Bunker Steine und Laub wegnehmen?
Ja, seit 2019 ist das erlaubt. Bewegt sich dabei aber dein Ball, bekommst du einen Strafschlag und musst ihn zurücklegen.

Darf man im Bunker einen Probeschwung machen?
Ja, solange der Schläger dabei den Sand nicht berührt. Streifst du den Sand beim Probeschwung, gibt es zwei Strafschläge.

timogede Golfclub Niep