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Grün mit Bunker und Baum im Golfclub Niep
Golf 27. September 2026 4 Min. Lesezeit

Golf Wedges erklärt: welches Wedge wofür?

Pitching, Gap, Sand, Lob – vier Wedges, vier Aufgaben. Hier erfährst du, welches Wedge wofür gedacht ist und welche du als Einsteiger wirklich brauchst.

Golf Wedges sind die kurzen Schläger mit dem meisten Loft in deiner Tasche: Pitching Wedge, Gap Wedge, Sand Wedge und Lob Wedge. Jedes deckt eine eigene Distanz und Flughöhe ab – vom vollen Schwung aus gut hundert Metern bis zum hohen Schlag über den Bunker. Für den Einstieg im Golfclub Niep reichen meist zwei Wedges; welches du zuerst ergänzt, hängt davon ab, wo auf dem Platz du heute die meisten Schläge liegen lässt.

Die vier Wedges im Überblick

Wedges unterscheiden sich vor allem im Loft, also im Neigungswinkel der Schlagfläche. Je mehr Loft, desto höher und kürzer fliegt der Ball und desto schneller bleibt er nach der Landung liegen. Die folgenden Werte sind typische Spannen – die genaue Zahl steht meist auf dem Schlägerkopf und variiert je nach Hersteller und Satz.

Pitching Wedge (PW, etwa 44–48°): Er gehört fast immer zum Eisensatz und ist quasi das „Eisen 10“. Du spielst ihn mit vollem Schwung für die längsten Annäherungen unter den Wedges und für flache Chips, bei denen der Ball viel rollen soll.

Gap Wedge (GW oder AW, etwa 50–52°): Der Name verrät es: Er schließt die Lücke zwischen Pitching und Sand Wedge. Ohne ihn fehlt vielen Spielern genau die Distanz, aus der sie am häufigsten aufs Grün spielen.

Sand Wedge (SW, etwa 54–56°): Der Klassiker für den Bunker, aber längst nicht nur dort nützlich. Aus dem hohen Gras ums Grün, für Pitches über ein Hindernis und für kurze, weiche Schläge ist er für viele der meistgenutzte Wedge überhaupt.

Lob Wedge (LW, etwa 58–60° und mehr): Der Spezialist für sehr hohe, kurze Bälle, etwa wenn die Fahne direkt hinter einem Bunker steckt. Er verzeiht aber wenig: Ein kleiner Fehler im Treffmoment, und der Ball rutscht unter dem Schlägerkopf durch oder schießt flach übers Grün.

Was ist Bounce – und warum ist er wichtig?

Neben dem Loft steht auf vielen Wedges eine zweite Zahl: der Bounce. Gemeint ist der Winkel der Sohle, die unter der Vorderkante etwas tiefer liegt. Dadurch gleitet der Schläger durch Sand oder weichen Boden, statt sich einzugraben. Viel Bounce hilft im lockeren Sand und bei weichem, nassem Gras – also gerade im Herbst am Niederrhein. Wenig Bounce passt zu festen, trockenen Lagen und zu Spielern, die den Ball sehr flach und sauber treffen. Für Einsteiger ist ein Sand Wedge mit mittlerem bis viel Bounce fast immer die verzeihendere Wahl.

Welche Wedges brauchst du als Anfänger?

Du musst nicht gleich alle vier kaufen. Ein Pitching Wedge hast du in der Regel schon im Eisensatz. Die sinnvollste erste Ergänzung ist ein Sand Wedge, weil er im Bunker und ums Grün so vielseitig ist. Merkst du später, dass zwischen deinem vollen Pitching Wedge und deinem vollen Sand Wedge eine große Lücke klafft, kommt der Gap Wedge dazu. Den Lob Wedge würden wir erst einpacken, wenn dein kurzes Spiel schon sicher sitzt – er ist eher ein Werkzeug für bestimmte Situationen als ein Alltagsschläger.

Behalte dabei die Obergrenze im Blick: Im Bag sind höchstens 14 Schläger erlaubt. Wer ein zusätzliches Wedge einpackt, lässt dafür oft ein langes Eisen zu Hause, das ohnehin selten sauber trifft. Mehr dazu im Beitrag zur 14-Schläger-Regel.

Wedges im Spiel: Distanzen kennen statt raten

Der größte Vorteil guter Wedge-Arbeit ist die Verlässlichkeit. Mit vier Wedges und drei Schwunglängen – Rückschwung bis 8, 9 und 10 Uhr – hast du schnell ein Dutzend fester Distanzen zur Verfügung. Wie das Uhr-System funktioniert, liest du im Beitrag Pitchen lernen. Probier es auf der Übungsanlage aus und notier dir die Weiten auf einem kleinen Zettel in der Tasche. Für den Sand gilt eine eigene Technik: Dort triffst du den Sand vor dem Ball, nicht den Ball selbst – die Einzelheiten stehen im Beitrag zum Bunkerschlag.

Unsicher, welche Lofts zu deinem Satz passen oder ob dein bisheriges Sand Wedge überhaupt zu deinem Schwung passt? In unserer Golfschule schaut sich ein Pro deine Schläge an und sagt dir ehrlich, welches Wedge dir die meisten Schläge spart.

Häufige Fragen

Welches Wedge für Anfänger?
Neben dem Pitching Wedge aus dem Eisensatz ist ein Sand Wedge mit etwa 54–56° Loft und ordentlich Bounce die beste erste Ergänzung. Es funktioniert im Bunker, aus dem Rough und für kurze Pitches.

Was ist der Unterschied zwischen Sand Wedge und Lob Wedge?
Das Lob Wedge hat mehr Loft (meist 58–60°), der Ball fliegt höher und kürzer. Das Sand Wedge ist verzeihender und vielseitiger, das Lob Wedge ein Spezialschläger für sehr hohe, kurze Schläge.

Wie viele Wedges sollte man im Bag haben?
Die meisten Golfer spielen mit drei bis vier Wedges. Für den Einstieg reichen zwei: Pitching Wedge und Sand Wedge. Ein Gap Wedge lohnt sich, sobald zwischen beiden eine spürbare Distanzlücke entsteht.

Nimm dir beim nächsten Training deine Wedges mit ans Übungsgrün und finde heraus, wie weit jedes davon wirklich fliegt. Wer seine kurzen Distanzen kennt, spielt entspannter – und öfter mit einem Putt weniger.

timogede Golfclub Niep