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Grün mit Bunker und Baum im Golfclub Niep
Golf 4. November 2026 4 Min. Lesezeit

Kurzes Spiel trainieren: Übungsplan für Chip, Pitch, Putt

Rund ums Grün entscheidet sich dein Score. So baust du dir einen einfachen Übungsplan für Chip, Pitch und Putt, der wirklich Schläge spart.

Kurzes Spiel trainierst du am wirkungsvollsten mit einem festen Plan: mindestens die Hälfte deiner Übungszeit rund ums Grün, aufgeteilt auf Putten, Chippen, Pitchen und Bunker, und immer mit einem Ziel statt mit einem Eimer Bälle. Denn bei den meisten Amateuren fällt deutlich mehr als die Hälfte aller Schläge innerhalb von etwa 50 Metern zur Fahne. Auf der Übungsanlage im Golfclub Niep kannst du dafür Putting- und Chipping-Grün nutzen.

Warum das kurze Spiel so viele Schläge kostet

Zähl bei deiner nächsten Runde einmal mit: Wie viele Schläge brauchst du ab dem Moment, in dem du in Grünnähe bist? Wer um die 100 spielt, kommt schnell auf 35 bis 40 Putts und noch einmal 15 bis 20 Chips, Pitches und Bunkerschläge. Das ist mehr als die Hälfte der Runde – und gleichzeitig der Bereich, in dem du dich am schnellsten verbessern kannst. Ein längerer Drive erfordert Technik, Kraft und Beweglichkeit. Ein Chip, der einen Meter statt vier Meter neben der Fahne liegen bleibt, erfordert vor allem Gefühl und Wiederholung.

Trotzdem stehen die meisten Golfer am liebsten auf der Range und hauen Drives. Das ist verständlich, macht Spaß – aber es spart kaum Schläge. Wenn du deinen Score senken willst, ist das kurze Spiel der kürzeste Weg dorthin.

So teilst du deine Übungszeit auf

Eine einfache Faustregel: Von 60 Minuten Training gehören mindestens 30 dem kurzen Spiel. Ein bewährter Rahmen für eine Einheit sieht so aus:

  • 15 Minuten Putten: fünf Minuten kurze Putts bis zwei Meter, zehn Minuten Längengefühl auf zehn bis 15 Meter.
  • 10 Minuten Chippen: flache, rollende Bälle vom Vorgrün mit einem Eisen 7 bis 9 oder dem Pitching Wedge.
  • 10 Minuten Pitchen: höhere Schläge aus 15 bis 40 Metern, bei denen der Ball schneller liegen bleibt.
  • 5 Minuten Bunker: lieber kurz und regelmäßig als selten und lang.

Die Gewichtung passt du an dein Spiel an. Wer häufig drei Putts braucht, legt mehr Zeit aufs Grün. Wer im Bunker regelmäßig zwei Versuche braucht, sollte dort öfter vorbeischauen. Die Grundtechniken findest du in unseren Beiträgen zum Chippen, Pitchen und Putten.

Drei Übungen, die wirklich etwas bringen

Die Leiter beim Putten: Leg vier Tees in Abständen von drei, sechs, neun und zwölf Metern aus. Putte von einem Punkt aus nacheinander zu jedem Tee und versuche, den Ball jeweils knapp dahinter liegen zu lassen. Diese Übung schult das Tempo, und das Tempo entscheidet mehr über Dreiputts als die Linie.

Das Landepunkt-Handtuch beim Chippen: Leg ein Handtuch etwa einen Meter aufs Grün und versuche, den Ball genau darauf landen zu lassen. Wechsle dann den Schläger und beobachte, wie unterschiedlich weit der Ball nach der Landung rollt. So lernst du, nicht auf die Fahne, sondern auf einen Landepunkt zu spielen.

Auf und ab mit Wertung: Wirf fünf Bälle rund ums Grün in unterschiedliche Lagen und spiele jeden davon bis ins Loch. Ziel ist es, mit zwei Schlägen einzulochen. Notiere, wie oft dir das gelingt. Diese Übung kommt dem Platz am nächsten, weil du jeden Ball nur einmal hast – genau wie auf der Runde.

Qualität vor Menge

Der häufigste Fehler beim Üben: viele Bälle in kurzer Zeit, immer aus derselben Lage, ohne Ziel. Besser ist es, nach jedem Schlag kurz innezuhalten, eine neue Lage zu wählen und vor jedem Ball eine kleine Routine einzuhalten. Fünfzehn Bälle mit voller Aufmerksamkeit bringen mehr als 60 Bälle im Akkord.

Regelmäßigkeit schlägt Dauer. Zwei kurze Einheiten pro Woche verbessern dein Gefühl spürbar mehr als ein langer Nachmittag im Monat. Und wenn du merkst, dass ein Schlag trotz Übung nicht stabil wird, lohnt sich ein Blick von außen: Die Pros unserer Golfschule sehen oft auf den ersten Blick, ob es am Griff, an der Ballposition oder an der Gewichtsverteilung liegt.

Häufige Fragen

Wie trainiere ich mein kurzes Spiel am besten?
Mit einem festen Plan und klaren Zielen: Teile deine Zeit auf Putten, Chippen, Pitchen und Bunker auf, wechsle häufig die Lage und spiele Übungen mit Wertung, zum Beispiel „mit zwei Schlägen einlochen“.

Wie viel Zeit sollte man für das kurze Spiel üben?
Mindestens die Hälfte deiner Trainingszeit. Bei einer Stunde Training sind das 30 Minuten rund ums Grün, davon etwa die Hälfte auf dem Puttinggrün.

Was ist wichtiger beim Putten: Linie oder Tempo?
Für Amateure meist das Tempo. Ein Putt mit dem richtigen Tempo bleibt auch bei leicht falscher Linie nah am Loch liegen – ein zu harter oder zu weicher Putt führt dagegen schnell zum Dreiputt.

Komm vorbei, schnapp dir ein paar Bälle und probier den Plan bei uns in Niep aus – das Puttinggrün wartet.

timogede Golfclub Niep