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Grün mit Bunker und Baum im Golfclub Niep
Golf 28. September 2026 4 Min. Lesezeit

Putter Blade oder Mallet: welcher passt zu dir?

Schmaler Klassiker oder großer, stabiler Kopf? Hier erfährst du, worin sich Blade- und Mallet-Putter wirklich unterscheiden und welcher zu deinem Puttstil passt.

Ob Blade- oder Mallet-Putter besser ist, hängt vor allem von deiner Puttbewegung ab: Ein Blade mit schmalem Kopf passt meist zu einem Stroke, der sich leicht im Bogen öffnet und schließt, ein Mallet mit großem, schwerem Kopf zu einer eher geraden Bewegung und zu allen, die mehr Fehlerverzeihung suchen. Für Einsteiger im Golfclub Niep ist ein Mallet oft die entspanntere Wahl – entscheidend ist aber, mit welchem Putter du auf dem Übungsgrün die Linie am sichersten hältst.

Blade und Mallet: der Unterschied auf einen Blick

Der Blade-Putter ist die klassische Form: ein schmaler, flacher Kopf, der ein wenig an ein kurzes Eisen erinnert. Er wirkt schlicht, gibt dir viel Gefühl im Treffmoment und liegt vielen Spielern gut in der Hand, weil sich die Schlagfläche leicht drehen lässt. Die Kehrseite: Triffst du den Ball nicht genau im Sweetspot, verliert er spürbar an Länge und Richtung.

Der Mallet-Putter hat einen deutlich größeren, oft halbrunden oder eckigen Kopf, bei dem das Gewicht nach hinten und an die Ränder verteilt ist. Das erhöht die Stabilität: Bei einem Treffer an der Spitze oder an der Ferse dreht sich der Kopf weniger weg, der Ball rollt trotzdem annähernd in die richtige Richtung und fast so weit wie gewollt. Dazu kommen meist große Ziellinien auf dem Kopf, die dir das Ausrichten erleichtern.

Warum dein Stroke den Ausschlag gibt

Wichtiger als die Optik ist die sogenannte Balance des Putters. Legst du den Schaft waagerecht auf einen Finger, zeigt die Schlagfläche bei vielen Blades schräg nach unten zur Seite – man spricht von „Toe Hang“. Solche Putter drehen gern mit und passen zu einem Stroke, der im leichten Bogen verläuft. Viele Mallets sind dagegen „face balanced“: Die Schlagfläche zeigt nach oben und bleibt eher square. Das unterstützt eine gerade Bewegung zurück und durch.

Schau dir deshalb zuerst deine eigene Bewegung an. Leg zwei Schläger parallel als Schiene aufs Grün und putte dazwischen. Bleibt der Kopf fast auf einer Linie, fühlst du dich mit einem Mallet wahrscheinlich wohler. Wandert er beim Rückschwung leicht nach innen und kommt im Bogen zurück, ist ein Blade oder ein Modell mit etwas Toe Hang oft stimmiger. Zwingen solltest du dich zu keiner der beiden Bewegungen – der Putter soll zu dir passen, nicht umgekehrt.

Was für Anfänger meist besser funktioniert

Gerade am Anfang triffst du den Ball auf dem Grün noch nicht immer mittig. Hier spielt der Mallet seine Stärke aus: Er verzeiht kleine Fehler, liegt ruhig in der Hand und hilft mit seinen Linien beim Zielen. Das bringt vor allem auf den kurzen Putts um einen Meter Sicherheit, die in jeder Runde über viele Schläge entscheiden. Wer dagegen ein feines Gefühl für Längen hat und gern „mit den Händen“ puttet, findet im Blade oft genau die Rückmeldung, die er sucht.

Achte außerdem auf die Länge. Viele Putter ab Stange sind für die Körpergröße eher zu lang, was dich in eine unbequeme, verkrampfte Haltung zwingt. Deine Augen sollten beim Ansprechen ungefähr über dem Ball stehen, die Arme locker hängen. Wie die Grundhaltung und das Tempo beim Putten aussehen, liest du im Beitrag Putten lernen.

So findest du deinen Putter

Probier beide Formen aus, bevor du kaufst – am besten auf einem echten Grün statt auf dem Teppich im Laden. Putte mit jedem Modell ein paar Bälle aus einem, zwei und fünf Metern und beobachte, mit welchem du die Richtung verlässlicher triffst und die Länge besser dosierst. Das Gefühl im ersten Moment täuscht oft; aussagekräftig ist erst eine Serie von Putts. Welche weiteren Schläger zur Grundausstattung gehören, erfährst du im Beitrag zu den Golfschlägern für Anfänger.

Wenn du unsicher bist, lass einen Pro draufschauen. In unserer Golfschule analysieren die Trainer deinen Stroke auf dem Übungsgrün und sagen dir, welche Kopfform, Balance und Länge zu dir passen – oft zeigt schon eine Viertelstunde, warum bestimmte Putts immer auf derselben Seite vorbeilaufen.

Häufige Fragen

Welcher Putter ist besser für Anfänger?
Für die meisten Einsteiger ist ein Mallet-Putter die verzeihendere Wahl, weil er bei unsauberen Treffern stabiler bleibt und das Ausrichten erleichtert. Entscheidend ist aber, mit welchem Modell du auf dem Grün die Linie am besten triffst.

Was bedeutet face balanced beim Putter?
Ein face-balanced Putter zeigt mit der Schlagfläche nach oben, wenn du den Schaft waagerecht auf einen Finger legst. Er dreht im Stroke wenig und passt zu einer eher geraden Puttbewegung.

Spielen Profis Blade oder Mallet?
Beides. Auf den Profi-Touren sind Blades und Mallets seit Jahren nebeneinander zu sehen – ein Zeichen dafür, dass es keine richtige Form gibt, sondern nur die, die zum eigenen Stroke passt.

Nimm dir beim nächsten Besuch ein paar Minuten auf dem Übungsgrün und teste bewusst, wie dein Ball vom Schläger rollt. Der richtige Putter fühlt sich nicht spektakulär an – er macht einfach, was du willst.

timogede Golfclub Niep